Januar 2017- Baustart!

Pünktlich zum neuen Jahr gehts jetzt endlich richtig los.
Fast täglich rauchen die Köpfe unserer Bau-AG: Grundrisse werden final gezeichnet, Handwerker_innen gesucht und durchs Haus geführt, bald soll es die nötige Bau-Infrastruktur (Strom, Wasser und ein Büro) geben…

Aber wir haben auch schon Hand angelegt!
Und somit können wir euch unsere ersten Vorher-Nachher-Bilder präsentieren :) :

Gartenrodung vorher

Und dazwischen: Kettensäge

Wenn ihr Fragen, Anmerkungen, Unterstützungsangebote etc. rund um unsere Baustelle habt, oder auf unseren Bauhelfer_innen-Verteiler möchtet um immer schnell von unseren Bau-Events zu erfahren, dann meldet euch unter: bau@sol-leipzig.de

Gekauft

Fast wie ein Weihnachtsmärchen.

Es waren einmal ein dutzend einfacher Leute, die wollten so gerne aus ihren einsamen Hütten in ein großes, gemeinsames Haus ziehen. Doch all die großen Häuser gehörten einem Fürsten, der deren so viele besaß, dass er gar nicht in allen Häusern wohnen konnte, und sie stattdessen ungenutzt den bösen Geistern überließ. Dies geschah zu einer Zeit, in der all zu viel Gier nach Gold die Welt beherrschte.
Die einfachen Leute aber zogen aus und sammelten im ganzen Land Gold, um dem Fürsten wenigstens eines der Häuser abzuringen. Und da ihnen so viele Menschen wohlgesonnen waren, konnten sie sich bald auf den Weg machen, um das Gold mit dem Fürsten gegen ein Haus zu tauschen. Der Weg war länger als gedacht, einige unerwartete Täler mussten durchschritten werden, es vergingen zwei Sommer, und manch ein Stein den sie überwinden mussten, schien ihnen fast direkt von dem Fürsten vor die Füße gelegt worden zu sein. Am Ende aber, als die Eiszapfen schon von den Tannen hingen, gelang es ihnen, den Fürsten zu treffen. Sie übergaben ihm 375 volle Säcke Gold und machten sich dann sogleich daran, all die bösen Geister aus dem Haus zu vertreiben.
Die einfachen Leute, deren Freundinnen, Freunde, Söhne, Töchter, Enkelinnen, Enkel, Urenkel und Urenkelinnen lebten in dem Haus, ohne jemals wieder der Gier zu verfallen und es gegen Gold einzutauschen.
Was aber aus dem Fürsten wurde, und wie er es schaffte die 375 Säcke voller Gold ganz allein nach Hause zu tragen, und ob er davon glücklich wurde, das ist nicht überliefert…

Der Kaufvertrag ist unterschrieben, ein Haus in der Georg-Schwarz-Straße wird am 15.01.2017 vom Privatbesitz eines Eigentümers in Bayern in den gemeinschaftlichen Eigentum einer Hausgruppe in Leipzig übergehen.

An erster Stelle soll hier ein großes Dankeschön stehen. An alle, die unsere Gruppe über Jahre unterstützt haben und dies noch immer tun:
Danke an die Menschen, die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen. Danke an diejenigen in schon bestehenden Hausprojekten, die ihre Erfahrungen mit uns teilen, und danke an unsere Beraterinnen vom Mietshäusersyndikat.
Danke an die inzwischen rund 80 Menschen, die uns mit kleinen und großen Direktkrediten unterstützen! Ohne euer Vertrauen wäre der Kauf nicht möglich gewesen.
Und nicht zuletzt danke an diejenigen, die daran geglaubt haben, dass das Projekt noch gelingen kann, in Momenten in denen wir vielleicht selbst kaum mehr daran geglaubt haben.

Wir freuen uns auf ein ereignisreiches Jahr 2017, mit sicherlich viel Arbeit, aber hoffentlich auch viel Freude daran.

Also bald an dieser Stelle- Neugikeiten von der Baustelle!

Wir kaufen ein Haus!

Das Jahr 2016 geht dem Ende zu. Es war ein Jahr voller Erwartungen, Rückschlägen, Hochs und Tiefs für unsere Hausprojektgruppe.

Auf den letzten Metern des Jahres gibt es jetzt doch noch einmal was von uns zu hören:

Es gibt Neuigkeiten, und zur Abwechslung mal sehr gute!

Wir haben einen Termin für die Unterzeichnung des Haus-Kaufvertrages! Juhu!!!

Nachdem es im späten Sommer und Herbst noch einiges hin und her, sowohl mit dem Hauseigentümer, als auch mit der kreditgebenden Bank gab, ist jetzt alles eingetütet, zugeklebt, abgeschickt. Fehlen nur noch die Unterschriften, dann Schleife drum und Haus gekauft.

Hört sich einfach an, war es aber keineswegs. Viele Notfalltreffen liegen hinter uns. Lange Telefonate, Emailverkehr mit Notar, Eigentümer und Bank. So einige Nerven wurden eingebüßt im Laufe der letzten Wochen und Monate. Aber die Mühen scheinen sich bald auszuzahlen:

Am 16.12. wird sich ein kleiner Konvoi von Solist_innen frühmorgens in ein oder zwei Autos quetschen und die Reise nach Bayern- ins schöne Muschenried- antreten.

Hier wird die Reisegruppe dann hoffentlich schon vorfreudigst von dem Noch-Hauseigentümer, samt Notar erwartet.

Soweit es keine weiteren Zwischenfälle gibt (Schneesturm auf der A9 oder ähnliches) werden dann um 11 Uhr die Kugelschreiber gezückt. Die Vorständ_innen der Sol-Leipzig GmbH werden ihre Unterschrift unter den Vertrag setzen. Und dann haben wir ein Haus gekauft. Mitte Januar soll dieses dann in unseren Besitz übergehen.

Soweit die Theorie. Ein Praxisbericht darüber, wie alles abgelaufen ist, folgt dann zum Jahreswechsel.

Vielleicht fragt ihr euch beim lesen jetzt:

„Wie geht es einer Gruppe junger Menschen, die für ein gemeinschaftliches Wohn- und Lebensprojekt zusammen die Hauptstadt verlassen hat, nach Monaten voller Bangen und Ungewissheiten, jetzt, da sich ihr Vorhaben mit hoher Wahrscheinlichkeit realisieren wird?“

Die Antwort hierauf kann nur so unterschiedlich ausfallen, wie die Menschen der Gruppe sind:

Manche von uns können es noch immer nicht so richtig glauben und werden ihr Mißtrauen wohl erst mit der Entrümpelung des Hauses über Bord werden. Andere sind voller Tatendrang, aufgeregt und vorfreudig. In unserer Gruppe hat sich ein Begriff etabliert im Laufe der letzten Jahre: „Normaleuphorie“. Dieser bezeichnet ein Gefühl der Euphorie und Vorfreude, das lieber unterdrückt wird und klein gehalten aus Angst vor Enttäuschungen und davor auf die Nase zu fallen. Bald können wir mit staubigen Händen dieses Gefühl hinter uns lassen und euphorisch durchstarten. Drückt uns die Daumen, dass alles klappt! Bald drücken wir euch eine Schaufel oder einen Hammer in die Hand und dann wird Zukunft gebaut.

Danke für eure Unterstützung!

Geduldig drehen wir uns im Hamsterrad…

Wieder ist einige Zeit vergangen, seit ihr das letzte Mal von uns gelesen habt. Für diese, teils recht langen Phasen der Funkstille, sind wir euch natürlich eine Erklärung schuldig.
In sehr regelmäßigen Abständen wähnen wir uns so kurz vor dem lang ersehnten Ziel, dass es sinnvoller erscheint euch erst wieder mit Neuigkeiten zu beglücken, wenn wir auch wirklich einen relevanten Schritt weiter sind. Statt des herbei gewünschten Termins zur Vertragsunterzeichnung jagt jedoch immer nur eine Verzögerung die andere.
Auch in den vergangenen Wochen glaubten wir dem Treffen mit dem Eigentümer greifbar nah zu sein. Dieses Mal ist es dann nicht der Eigentümer, der mit seinem Sicherheitsbedürfnis, seinem Misstrauen und seinen Extra-Wünschen die Vertragsverhandlungen bereits auf neun Monate ausdehnt. Nein, nun gilt es der Bank noch die ein oder andere Frage zu beantworten, die sie sich in all den Wochen und Monaten, in denen sie angeblich in den „Startlöchern“ stand scheinbar nicht zu fragen getraute.
Plötzlich werden Stellungnahmen und Erklärungen zu Mietshäusersyndikat und dem KleinanlegerSchutzGesetz (KlAnSchG) gewünscht, die bisher nicht von Interesse waren. Außerdem soll doch bitte noch ein Geschäftskonto eröffnet werden. Liebe Bank, Danke für die rechtzeitige Vorbereitung der Kreditauszahlungsbedingungen. Es handelt sich ja lediglich um über eine halbe Millionen Euronen.

Aber … wir sind es ja nicht anders gewohnt und bearbeiten solche Aufgaben wie auch bisher geduldig…&…eine neue Phase des Wartens auf Antwort beginnt.
Der ausgehandelte Vertrag ruht derweil in der Schublade.
Der Opel Kadett wartet draußen auf einen Ausflug ins ober-pfälzische Land & die AG-Direktkredite verwaltet so lange die – glücklicherweise geringen – Zinsen der Kredite für ein noch immer nicht gekauftes Haus.

Wir bleiben am Ball & hoffen euch bald mit erfreulichen
Neuigkeiten beglücken zu können…

…Wobei…

…erfreuliche Nachrichten kommen ja nicht nur durch Vertragsunterschriften zustande und das Leben hält noch mehr bereit als Häuser…

Auch ohne aktiv nach zukünftigen Mitbewohner_innen zu suchen wächst unsere Gruppe.

Wir freuen uns über, mit und auf den zweiten Nachwuchs! :)

Jetzt gibt’s was auf die Ohren- SOL im Radio

Schon im Februar haben sich zwei von uns ins Radio getraut und ein bisschen von unserem Hausprojekt geplaudert.
Lasst euch nicht verwirren- der Moderator spricht uns konsequent mit „Sternchen e.V.“ an. Genau genommen nicht ganz falsch, der Sternchenprojekt e.V. ist unser Hausverein und Gesellschafter unserer SOL Leipzig GmbH. Also wir sind’s!

Hier gibt’s was über uns auf die Ohren- SOL im Radio

Und auch wenn das Interview schon im Februar war- es scheint doch immer noch aktuell. Immer noch stehen wir vor der alles entscheidenden Unterschrift.
Aber es hat sich nur auf den ersten Blick nichts getan seit Febraur. Der Kaufvertragsentwurf wird fleißig zwischen uns, unserem Anwalt, dem Eigentümer und dem Notar des Eigentümers hin- und her geschickt. Wir sind optimistisch, dass noch Sommer ist, wenn endlich eine Version steht, auf die wir uns alle einigen können!



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